Jubiläumsseminar 20 Jahre Karatelehrer im DKV

Am Wochenende des 15./16. Juni 2019 fand in der Sport - und Judohalle der Werner von Siemens-Schule in Maintal ein besonderes Karatelehrer-Event statt. 15 hochrangige Experten - ausschließlich Meister und Großmeister aus verschiedenen Karatestilrichtungen und weiteren Kampfkünsten - waren aus nah und fern nach Maintal bei Frankfurt angereist, um für knapp 50 Karatelehrer/Innen aus unterschiedlichen Regionen in Deutschland ein Kampfkunstereignis zu gestalten, das in dieser Form sicherlich einmalig war. Sie alle folgten einer Einladung von Dr. Axel Binhack, der vor 20 Jahren die Karatelehrerausbildung des DKV neu konzipierte und sie in Ergänzung zu wettkampfsportlichen Orientierungen am Grundgedanken der kampfkunstspezifischen Vielfalt ausrichtete. In einer Zusammenstellung von diversen theoretischen und praktischen Inhalten werden dabei unter anderem mehrere Karatestilrichtungen wie auch Einblicke in andere Kampfkünste thematisiert.

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Von dieser Vielfalt konnte man auch im Jubiläumsseminar einen hervorragenden Eindruck erhalten, bei dem die meisterlichen Experten in jeweils ca. einstündigen Praxiseinheiten einen mit Höhepunkten gespickten Querschnitt ihrer jeweiligen Lehrinhalte darboten und vermittelten. Vieles davon konnten die eifrig mitschreibenden und fotografierenden Teilnehmer/Innen für ihre jeweilige Karatepraxis umsetzen und mitnehmen, manches war lediglich für ein kurzes Ausprobieren gedacht. Bei einigen speziellen Sequenzen war allerdings nur ein staunendes und bewunderndes Zuschauen angebracht, da hier Expertenfähigkeiten zum Tragen kamen, die nur durch ein langjähriges hochspezialisiertes Training erworben werden können...

Den Anfang machte der 80-jährige Yoga- und Karatelehrer Dr. Henner Nordmann, dessen Beinbeweglichkeit von vielen der um Jahrzehnte jüngeren Karateka nur bewundert werden konnte. Seine mit leicht zugänglichen Hilfsmitteln wie Karategürtel und Hallenbänken vorgestellten Yogaübungen stimmte die Teilnehmergruppe auf ein langes und intensives Bewegungswochenende ein. Die vorgestellten Übungen können generell auch sehr hilfreich zur Lösung von schmerzhaften Muskelverspannungen im Rumpf- und Beinbereich eingesetzt werden.

Anschließend führte Dr. Axel Binhack, 6. Dan Shotokan, anhand von unterschiedlich ausgeführten Karatetechniken in sein Konzept der europäisch-asiatischen Elemente Erde, Wasser, Feuer, Wind ein, dem ein fünftes Element der Leere (Kara) zugrunde liegt und nach welchem die Karatelehrer I Seminare strukturell aufgebaut sind. Trotz der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit konnten sowohl altgediente als auch erstmalige Seminarteilnehmer/Innen leicht nachvollziehen, dass die Orientierung an den Elementen sehr interessante und differenzierte Bewegungserfahrungen wie auch mentale Ausrichtungen bei der Praxis von Karatetechniken ermöglicht.

Die Mittagspause konnte neben einem vielfältigen Essensangebot auch für das besondere Rahmenprogramm genutzt werden, das bei den Karatelehrer/Innen großen Zuspruch fand. Der Ingenieur und Karatelehrer Frank Steffen war mit einem fachmännisch installierten Punch- und Kickboard angereist, durch dessen High-Tech-Ausstattung diverse biomechanische Parameter wie Kraftentfaltung, Geschwindigkeit, Impulsstärke etc. beim unterschiedlichen Ausführen von Schlag- und Tritttechniken gemessen werden konnten. Für manche Überraschung wurde hier gesorgt und zeitweise bildeten sich lange Schlangen von testwilligen Probanden... Der Karatelehrer und Physiotherapeut Carsten Gilberg stand für Beratungen rund um die Themen Anatomie, Physiologie, gesunde Bewegungsausführungen sowie physiotherapeutische Ansätze zur Verfügung. Gerne hätte sich manch einer gleich vor Ort einer entsprechenden Behandlung unterzogen, doch therapieren durfte Carsten auf diesem Seminar leider nicht...

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Nach der Mittagspause stand ein interessanter Einblick in Aikido auf dem Programm.
Manfred Jennewein, 7. Dan, begleitet damit die Karatelehrerseminare seit 20 Jahren. Auch mit mittlerweile beinahe 80 Lebensjahren nach wie vor sehr aktiv, war er zusammen mit seinen vier weiteren hochgraduierten Aikidoka gekommen, um Prinzipien, Bewegungen und Techniken seiner Kampfkunst vorzustellen und zu vermitteln. Die Teilnehmer/Innen konnten sie anschließend partnerweise auf dem großen Tatamiareal der Halle ausprobieren und umsetzen. Die Nähe der spiraligen Bewegungen zum Windelement war für viele sofort nachvollziehbar, manche Drehungen und Hebel konnte man im Katabunkai wiederfinden. Die große Eleganz der Wurf- und Abrollbewegungen war allerdings in der perfekten Ausführung den langjährigen Experten vorbehalten.

Anschließend erfolgte eine Einführung ins Shito-Ryu-Karate durch einen der weltweit höchstprofilierten Großmeister dieser Stilrichtung: Shihan Carlos Molina, 8. Dan und langjähriger persönlicher Schüler des vor einigen Jahren verstorbenen Soke Kenei Mabuni. Er nahm die Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit zum Anlass, um gleich mit direkten, kompromisslosen Aktionen aus dem ernsthaften Budokarate gegnerische Angriffe zu neutralisieren und dies von den Teilnehmern/Innen nachvollziehen zu lassen. Eindrucksvoll demonstrierte er anschließend mit seiner Schülerin Silvia Pellegrini, dass auch das Shito-Ryu-Karate über elegante Hebel-Dreh- und Wurfbewegungen verfügt. Er verwies auch auf die sehr einfache und in der Grundschule zu Unrecht oft vernachlässigte Wa-Uke Bewegung, die vielfältig einsetzbar ist und sowohl in Goju-Ryu wie auch in Shotokan Katas gelehrt wird. Kein Zweifel, hier war ein beeindruckender und sich geschmeidig bewegender Großmeister am Werk, dessen Kampfkunstfähigkeiten auch jenseits der 70 Lebensjahre nicht ab-, sondern zunehmen.

Nach der Konzentration auf Ernsthaftigkeit war eine kleine Auflockerung angesagt. Sie kam in Form einer Einführung in das Jiu Jitsu durch Stefan Wolf, 7. Dan, der vom allerersten Karatelehrerseminar an dabei war und es stets hervorragend verstand, seine großartige technische Expertise durch eine gehörige Portion seines - ziemlich schwarzen - rheinischen Humors zu würzen. Da viele Hebel-, Würge- und Fixierungstechniken des Jiu Jitsu sich dem Erdelement zuordnen lassen, ging es zusammen mit dem mitgereisten Assistenten gleich in einige Beispiele aus dem Bodenkampf, die in der Karatepraxis oft vernachlässigt werden und daher von den Teilnehmer/Innen mit großem Interesse ausprobiert wurden. Zahlreiche Fragen danach, wie man sich denn aus diversen Umklammerungen und Halteversuchen befreien könne, wurden umfassend und mit großem Können beantwortet. Mancher war dabei insgeheim froh, dass er nicht selbst, sondern der Assistent als Angreifer (und sofortiges Opfer!) die Aktionen des Jiu Jitsu Großmeisters erdulden musste. Sie endeten meist in schmerzhaften Verhebelungen und wurden mit witzigen Kommentaren garniert, die eine gewisse Schadenfreude nicht verhehlten... Den begeisterten Karatekas musste Stefan Wolf versprechen, seinen schon angekündigten Rückzug aus dem überregionalen Lehrwesen aufzuschieben und weiterhin in den Karatelehrerseminaren aktiv zu sein.

Der Abschluss des ersten Seminartages war einer Karatelegende vorbehalten. Der 83jährige Altmeister Fritz Nöpel, 10. Dan Goju-Ryu, ließ es sich nicht nehmen, trotz zurzeit beeinträchtigter Gesundheit und ärztlicher Ermahnung, beim Jubiläumsseminar mitzuwirken. Shihan Fritz war zusammen mit dem Heilpraktiker und Karatelehrer Martin Nienhaus, 5. Dan Shotokan, angereist, der ebenfalls seit Beginn der Karatelehrerausbildung als Referent und Berater in den Seminaren aktiv ist. Anhand eines bebilderten Vortrags ging Shihan Fritz auf die Rolle des mehrere jahrhunderte alten historischen Kampfkunstwerkes Bubishi in der Entwicklungsgeschichte des Karate ein. Unter praktischer Anleitung von Sensei Martin konnte man versuchen, einige der Bilder aus dem Bubishi zu entschlüsseln, technisch umzusetzen und auf etwaige Fundstellen in Katabewegungen zu befragen. In seinem Vortrag stellte Fritz immer wieder die Vielfalt der im Körper zu entdeckenden „Waffen“ und Techniken des Karate, die Ernsthaftigkeit seiner Zwecke und die innere Haltung einer großen Bescheidenheit der Karateka heraus.

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Danke Shihan Fritz für diese großartige Geste und Deine langjährige Mitwirkung bei den Karatelehrerseminaren!
Die Überleitung zum entspannten Teil des Tages war dann noch Martin Nienhaus vorbehalten. Als praktizierender Kinesiologe und Akupunkteur zeigte er auf humorvolle Weise, wie man über eine (harmlose) Aktivierung der neurolymphatischen Zonen die sogenannten Chapman-Reflexe hervorrufen konnte, die bei den meisten Menschen zu einer kurzzeitigen Beeinträchtigung von großen Muskelgruppen der Gliedmaßen führen kann. Die verblüfften Karatekas, die dies wechselseitig ausprobierten, konnten meist eine deutlich herabgesetzte Haltefähigkeit der jeweiligen Muskulatur verspüren, die aber mit wenigen Streichbewegungen sofort wieder hergestellt wurde.

Nachdem die Referenten des Tages mit viel Applaus bedacht wurden, konnte die Abendveranstaltung mit Teilnehmer/Innen, Referenten und Gästen aus dem DKV Präsidium beginnen. Rund 70 Personen hatten sich im stilvoll eingerichteten Veranstaltungssaal des Michel Hotels in Maintal eingefunden und waren zu einem wohlschmeckenden und reichhaltigen Abendbuffett von Seiten des DKV eingeladen. Ehrenpräsident Roland Hantzsche, der die Idee des Karatelehrers ursprünglich initiiert und fast die ganze Zeit über strukturformend verbandspolitisch begleitet hatte, war zusammen mit Gundi Günther angereist, die als Geschäftsführerin des DKV in der Geschäftsstelle den Karatelehrer fast zwei Jahrzehnte administrativ betreute. Auch Anke Hoyer war gekommen, die seit einem Jahr in der Geschäftsstelle den Karatelehrer organisiert, verwaltet und auch die Jubiläumsveranstaltung ganz wesentlich mit vorbereitet hat. Ebenso angereist war Elmar Griesbauer, der als neuer Lehrwart für zukünftige Entwicklungen zuständig ist. Von Seiten des HFK war der hessische Präsident Reinhardt Schmidt-Eckhard mit von der Partie.

In den Redebeiträgen der hohen Gäste wurde die Entwicklung des Karatelehrers von ursprünglichen Ideen zur jetzigen Struktur mit bis jetzt ca. 500 Absolventen nachgezeichnet und sehr freundliche Worte für Axels Engagement gefunden. Dieser war sichtlich überrascht und berührt, als ihm mit der Überreichung der DKV-Ehrennadel in Platin und der Ehrennadel des HFK in Gold gänzlich unerwartete und überaus hohe Anerkennungen zuteil wurden. Mehrere Referenten und Teilnehmer/Innen schlossen sich mit vielen individuellen Glückwünschen für Axel an. In seiner anschließenden Ansprache bedankte er sich sehr herzlich beim Präsidium, bei sämtlichen Referenten aus 20 Jahren und bei den anwesenden Kampfkünstlern für die jahrzehntelange Mitgestaltung, Freundschaft und Unterstützung, ohne die es die zahlreichen Seminare nie gegeben hätte. Als Ausdruck der Wertschätzung erhielten alle Referenten Pokale; Urkunden und einen Sonderdruck zur Lehre der Elemente für Ihr intensives langjähriges Engagement. Axel betonte die orientierende und stabilisierende Funktion, die einem gut geführten Karatedojo in unseren Zeiten des beschleunigten Wandels und der chaotisierenden Umbrüche zukommt und dem letztlich auch die Karatelehrerbemühungen dienen sollen.

Abgerundet und begleitet wurde der schöne Abend von Axels Söhnen Maximilian und Jonathan, die als Rockfolkgitarrenduo „JOMÄX“ diverse Coversongs überwiegend aus den 60er und 70er Jahren live erklingen ließen. Der Wechsel zwischen ruhigen Balladen und auch beschwingteren Rhythmen passte gut zum etwas wehmütigen Gefühl der vergehenden Zeit, dem sich angesichts der abgelaufenen Jahrzehnte mancher Zuhörer nicht entziehen konnte, zumal er oder sie durch die Musik von Bob-Dylan, Beatles, Rolling Stones, Pink Floyd, David Bowie, Leonard Cohen und anderen an eigene Jugendzeiten erinnert wurde...

Trotz der abendlichen Feier erschienen am nächsten Morgen nahezu alle Teilnehmer/Innen pünktlich in der Halle, um sich die ausgefeilten und systematisch zum direkten Mitmachen vermittelten Qi-Gong Übungen des Karatelehrers Angelo Ottaviano, 5. Dan Shotokan, nicht entgehen zu lassen. Angelo, der sich neben dem Karate schon seit Jahrzehnten intensiv im Qi-Gong und Tai-Chi weiter bildet, konnte damit körperliche Fehlbelastungen, die zu Dysbalancen bis hin zu Bandscheibenvorfällen führten, komplett ausgleichen. Er legt großen Wert darauf, dies auch vielen weiteren Interessenten möglichst schon präventiv nahezubringen. Natürlich war auch hier die Nachfrage hoch.

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Auf diese Weise sehr gut vorbereitet konnte Dr. Petra Schmidt, 5. Dan Shotokan, mit einem kurzen Einblick in ihr Konzept des Ki-Karate anknüpfen. Darunter ist in erster Linie keine esoterische Lehre, sondern eine Fülle von feinkoordinierten, genau ausgerichteten und sehr bewusst ausgeführten Bewegungen zu verstehen, die ihrer speziellen wellen- und spiraldynamischen Karatemotorik zugrunde liegen. Voraussetzung dafür ist eine sehr große Lockerheit und Spannungsfreiheit, die eine Ausführung von fein abgestimmten Bewegungsketten ermöglicht. Bei Petra hat das Trainieren und Leben in diesem Konzept eine extreme Beweglichkeit bewirkt, die von den meisten Teilnehmer/Innen nur ansatzweise nachvollzogen und dafür umso mehr bestaunt werden konnte. Man darf davon ausgehen, dass sich weitere Interessenten für ihre Seminare und Bücher melden werden....

Für die in diesem Sinne „dunkle Seite der Macht“ war der Vitalpunkt- und Kataexperte Achim Keller, unter anderem 8. Dan stiloffenenes Karate und 8. Dan Kyusho Jitsu, zuständig. Achim, der trotz seiner hohen Graduierungen sämtliche Übungseinheiten des Wochenendes ganz selbstverständlich mitgemacht hatte, klärte zunächst mit erfahrungsgesättigter Expertise über verschiedene Bereiche und Ebenen des Kyusho Jitsu auf. Unter ausdrücklichem Verzicht auf die umstrittene Praxis der Herbeiführung von energetischen KOs demonstrierte er mit freiwilligen Teilnehmern verblüffende sofortige Wirkungen von einfachen Vitalpunktmanipulationen. Einige davon konnten die Teilnehmer/Innen anschließend an den jeweiligen Partnern nachvollziehen, die mit geringem Aufwand zu Boden gebracht wurden, sofern die entsprechenden Vitalpunkte korrekt angesteuert wurden. Eine kurze Demonstration von weiteren Kyusho Wirkungen unter Einbeziehung des „Small-Circle Jiu Jitsu“ hingegen konnte man nur mit offenen Augen (und Mündern) staunend verfolgen. Auch hier war sofort klar, dass man es mit überragendem großmeisterlichem Können zu tun hatte, das großes Interesse nach sich zog.

Mit der nächsten Einheit begab man sich ansatzweise in einen Bereich, der den reglementierten und geschützten Rahmen eines Dojos übersteigt. Der polizeiliche SV Ausbilder Jürgen Kestner, 7. Dan (SOK) Karate und Träger weiterer hoher Graduierungen in anderen Kampfkünsten wie z.B. WT und Jiu Jitsu, gab eine kurze Einführung zum praktischen Mitmachen in einige Bereiche der waffenlosen Selbstverteidigung. Eine große Rolle spielte dabei die dazugehörige Aufmerksamkeitshaltung in potenziell unklaren und gefährlichen Situationen. Mit seiner zugewandten und bescheidenen Art des Unterrichtens hatte er sich sofort die Sympathien und das Interesse der Anwesenden erworben. Obwohl er aufgrund seines polizeilichen Hintergrundes und seines ständigen persönlichen Weiterforschens in diesem Bereich zu den erfahrensten SV-Experten des Landes gehört, verwies er stets auf Vorarbeiten und Ansätze von anderen Referenten und vermochte auf diese Weise Menschen und Inhalte des Seminarwochenendes zu einer interessanten Synthese zu führen. In Erinnerung wird sicherlich seine perfekt demonstrierte, ständige leichte körperliche und mentale Bewegung bleiben, die rasches Reagieren und Handeln in schnell wechselnden, chaotischen Situationen ermöglicht. Die Nachfrage nach weiteren Seminaren und Schulungen ist hoch.

Den Abschluss des Seminarwochenendes bildete ein kurzer Einblick in den philippinischen Stockkampf durch den Escrima- und Karatepraktiker Holger Fritz, 5. Antas Escrima, 4. Dan Karate, Bundestrainer im Deutschen Kobudoverband. Auch hier wird der Kanon der klassischen japanischen Budokünste überstiegen, obwohl die Entwicklung des Karate auf Okinawa neben chinesischen Grundlagen auch viele Einflüsse der Philippinen und der pazifischen Nachbarregionen aufgenommen hat, wie man in diversen Katabewegungen erkennen kann. Angesichts der großen Teilnehmergruppe und der fortgeschrittenen Zeit des hochkonzentrierten Lernens beschränkte sich Holger überwiegend auf einführende Übungen mit einem einzelnen Stock zum Nachvollziehen durch die Teilnehmer/Innen. Die anschließenden Kurzdemonstrationen zu weiteren Waffen und waffenlosen Aspekten des Escrima (unter anderem mit zwei Stöcken) ließen erahnen, über welche Fähigkeiten Holger sonst noch verfügt... Damit setzte er einen hochinteressanten Schlusspunkt unter ein sehr intensives, dynamisches und lehrreiches Kampfkunstwochenende, das sicher noch länger nachwirken wird.

Als Axel nach dem abschließenden gemeinsamen Abbau der Matten die Teilnehmer/Innen mit einer speziellen Urkunde und einem Sonderdruck seiner textlichen Ausarbeitung zur Elementenlehre in der Kampfkunst verabschiedete, war klar, dass man ein außergewöhnliches Jubiläumsseminar erlebt hatte, das in dieser Form kaum zu wiederholen sein wird. Nochmals ein ganz herzliches Dankeschön an die hochkompetenten Referenten, an die sehr aufgeschlossenen Teilnehmer/Innen, an die lieben Gäste aus dem DKV und HFK Präsidium, an Ervin Susnik als Manager und Organisator vor Ort aus dem Sportclub Budokan Maintal, an das Personal des Michel Hotels und an alle hilfreichen Geister vor und hinter den Kulissen.

Axel Binhack

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